Herstellung

 

 

 Ilse Decker

Herstellung der beliebten Strohschuhe

Die Herstellung von Strohschuhen ist eine sehr mühsame Handarbeit 12 Stunden und mehr dauert es bis ein einziges Paar fertig ist. Seit vielen Jahren näht Ilse Decker mit Ihren Strohschuhdamen Strohschuhe, wie sie unsere Vorfahren schon hergestellt haben. Es begann in Deckers Küche, wo sich die ersten Damen trafen um herauszubekommen wie das damals war, als man die Strohschuhe noch der Not gehorchend herstellte. Liselotte Stengel aus Grauelsbaum und Hildegard Schneider waren die "Lehrmeister", sie hatten schon während und nach dem zweiten Weltkrieg Strohschuhe hergestellt, Ilse hatte zwar auch mitgeholfen aber sie war zu jener Zeit noch sehr jung und wußte nicht mehr alles. Heute ist sie die letzte der aktiven  Strohschuhdamen, die noch im Kriege an Strohschuhen gearbeitet hatte. 

 

19 Damen sind es inzwischen geworden, die, soweit ihre Gesundheit es erlaubt, regelmäßig Donnerstag nachmittags ins Hans-Michel-Hus kommen zum "Strohschuhe machen". Die älteren unter ihnen erinnern sich noch gerne an die Anfangszeit als es in Deckers Wohnzimmer einen reich gedeckten Tisch gab mit Kaffee und Kuchen. So war die Arbeit auch mit Unterhaltung und Spaß verbunden.

 

An Aufträgen hat es noch nie gemangelt. Vorrat ist fast ein Fremdwort. Nur wenn ausnahmsweise ein Paar nicht gepasst hat und deswegen zurückgegeben wurde, kann ein potentieller Käufer Glück haben und ein Paar sofort mitnehmen. Dies ist aber eher die Ausnahme. Trotz des Preises, der übrigens noch nicht einmal 3 EUR / Arbeitsstunde einbringt, erfreuen sich unsere Strohschuhe einer ungebrochenen Beliebtheit.

 

Strohschuhfrauen 1914

Die Strohschuhdamen von 1914 vor der Brauerei Altenberg präsentieren stolz die Produkte ihrer Arbeit

 

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