Das Museum des Heimatverein Medicus / Geschichtliches
Bilanz
Der Heimatverein hat in etwas über vierjähriger Bauzeit Das „Hans-Michel-Hus“, ein altes Bauernhaus aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert, saniert und restauriert, dabei haben wir nur dort Fachfirmen eingesetzt, wo unser fachliches Können nicht ausreichend war. Weil wir von keiner Seite, auß er von unseren Spendern und Förderern natürlich, finanzielle Zuwendungen erhalten haben, waren wir darauf angewiesen, die Spendenmittel so ökonomisch als irgend möglich einzusetzen. Dennoch glauben wir ein gut gelungenes Ensemble geschaffen zu haben an dem unsere Besucher ihre Freude haben werden. Beim Bau mitgewirkt haben sieben Fachfirmen und über 50 Helfer des Heimatvereins Medicus, dabei haben einige Helfer 1000 Stunden und mehr geleistet, einige haben nur wenige Stunden dazu beigetragen, trotzdem war auch ihre Hilfe für uns sehr wertvoll. Unsere Strohschuhdamen haben mit ihrer Arbeit genauso zum Gelingen beigetragen, wie die Helfer bei den Kartoffelfesten. Alles in allem haben es unsere Helfer auf eine sehr beachtliche Leistung von rund 15.000 Stunden gebracht Es ist uns in der näheren Umgebung kein Projekt bekannt, das eine ähnlich hohe Beteiligung freiwilliger Helfer aufzuweisen hätte. Trotzdem gibt es f ür die kommenden Jahre noch manches zu tun: Wir haben eine umfangreiche Sammlung landwirtschaftlicher- hauswirtschaftlicher- und handwerklicher Utensilien und Werkzeuge, die gesichtet, restauriert und archiviert werden müssen. Zur Zeit wird im Haus nur ein kleiner Teil der vorhandenen Exponate gezeigt. Hier liegt noch eine große Aufgabe für die Zukunft.Finanzierung
Erste Kostenabschätzungen gingen davon aus, dass sich die Stadt Lichtenau mit der Abzahlung eines Kredits über DM 200.000,- beteiligt. Der Rest des Kaufpreises von DM 310.000,- und der Renovierungskosten in Höhe von DM 200.000,- bis DM 300.000, sollte durch Eigenmittel des Heimatvereins und durch Spenden aufgebracht werden, wobei die Renovierung nur entsprechend dem Spendenaufkommen durchgeführt werden sollte. Wie bekannt, hat der damals neugewählte Stadtrat die ursprüngliche, mündliche Zusage des alten Rats zurückgezogen und uns nicht weiter unterstützt.Eine weitere Verhandlungsrunde mit dem Besitzer wegen der neuen Situation hat dazu geführt, dass er von den ursprünglich vereinbarten DM 350.000 auf DM 40.000,- verzichtet hat. Der endgültige Kaufpreis betrug damit DM 310.000,- . Er hat damit auch ein Signal gesetzt, denn eine Umfrage bei potentiellen Spendern und unseren Heimatgrußlesern hat uns ermutigt, das Projekt Heimatmuseum zu wagen. So haben wir nach einem Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 8. Okt. 1993 am 7. August 1994 das Haus gekauft und in insgesamt 4 Raten an den Verkäufer bezahlt. Dabei hatten wir einen Bankkredit von etwas über DM 200.000,- aufgenommen, von dem im Jahre 2000 und den Folgejahren noch etwa 100.000,- zu tilgen waren. Wir haben zusätzlich für die Renovierung, Außenfassade, Dach, Heizung usw. fast DM 250.000,- für Material und Fachfirmen ausgegeben.
Danke
An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle, die uns durch Spenden und Mitarbeit dieses Projekt, auch ohne Mithilfe der Stadt, ermöglicht haben.Ernst Decker
